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AGF-Fachgespräche zur EU Child Guarantee und deren Maßnahmen in den Bereichen "Bildung und Betreuung" sowie "Wohnen" 

Titelbild Child Gurantee

[30. 3. 2022] Die AGF hat heute  zwei Online-Fachgespräche zur "Europäischen Garantie für Kinder“ (Child Guarantee) durchgeführt. Insgesamt 26 Expertinnen und Experten aus Verbänden, Wissenschaft und Praxis nahmen an den beiden Fachgesprächen zu den Themen "Bildung und Betreuung" sowie "Wohnen" innerhalb der Child Guarantee teil.

 

Die im Juni 2021 von den EU-Mitgliedstaaten beschlossene Child Guarantee hat sich zum Ziel gesetzt, „soziale Ausgrenzung zu verhindern und zu bekämpfen, indem der Zugang bedürftiger Kinder zu einer Reihe wichtiger Dienste garantiert wird, und dadurch auch einen Beitrag zum Schutz der Kinderrechte durch die Bekämpfung von Kinderarmut und die Förderung von Chancengleichheit zu leisten.“

Die Child Guarantee definiert arme und armutsbedrohte Kinder in prekären familiären Situationen als „bedürftige“ Gruppe. Aber auch andere Formen der Benachteiligung von Kindern, die eine gesellschaftliche Inklusion und Teilhabe erschweren können, werden von der zielgruppenorientierte Child Guarantee adressiert. Dazu zählen Obdachlosigkeit, Behinderung, Migrationshintergrund, ethnische Diskriminierung und Heimerziehung.

Die Child Guarantee stellt mehrere Themenbereiche in den Vordergrund, zu denen auch die Verbesserung der Teilhabe an Betreuung und Bildung gehört sowie der Zugang zu angemessenem Wohnraum. Diese Themen standen im Zentrum der zwei Online-Fachgesprächs am 30. März.

Die Mitgliedsstaaten verpflichten sich mit der Child Guarantee, bedürftigen Kindern einen effektiven und kostenlosen Zugang zu hochwertiger frühkindlicher Betreuung, Bildung und Erziehung, zu Bildungsangeboten und schulbezogenen Aktivitäten zu garantieren. Außerdem verpflichten sie sich, bedürftigen Kindern den effektiven Zugang zu angemessenem Wohnraum zu ermöglichen. Die Expert:innen diskutierten in den beiden Fachgesprächen die Fragen, ob die  Maßnahmen der Child Guarantee generell zielführend sind, um diese Ziele zu erreichen, bzw. welche spezifischen Maßnahmen in Deutschland dafür ergänzend erforderlich sind.

Die Ergebnisse der Fachgespräche werden in zwei geplante Papiere mit Empfehlungen der AGF zu Umsetzung der Child Guarantee in Deutschland eingehen, die zur Zeit in Bearbeitung sind. Der Prozess der Erarbeitung eines Nationalen Aktionsplans für die Umsetzung der Child Guarantee in Deutschland wurde vor Kurzem von der Bundesregierung begonnen. Ziel der Papiere ist es, Empfehlungen in diesen Prozess einzuspeisen, die im Nationalen Aktionsplan aus Familiensicht zu beachten sind.

Zu den Bereichen "Ernährung" und "Gesundheit" der Child Guarantee liegen bereits Papiere der AGF vor, die sie hier herunterladen können: