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 AGF-Diskussionspapier "Digitaler Wandel und seine Auswirkungen auf Familien"

Deckblatt

[28. 11. 2019] Die AGF hat ein Diskussionspapier zum Thema "Digitaler Wandel" veröffentlicht. Das Papier reflektiert Fragen der Digitalisierung für verschiedene Lebensbereiche aus Sicht von Familien. Dabei wird eine lebensphasenübergreifende Perspektive eingenommen, um die Folgen der Digitalisierung für Kinder, Jugendliche, Eltern und die Großelterngeneration sowie den Einfluss auf deren Beziehungen zu diskutieren. Im Vordergrund steht, wie die Verantwortung für Teilhabeförderung aber auch für den Schutz von vulnerablen Familienmitgliedern zwischen privaten und öffentlichen Akteuren aber auch den Familien und ihren einzelnen Mitgliedern ausbalanciert werden kann.

 

Die Verbreitung von digitalen Medien, Kommunikations- und Arbeitsmitteln haben den Alltag, die Kommunikation und die Beziehungsgestaltung von Familien in den letzten Jahren massiv verändert. Dies wird momentan besonders sichtbar in den innerfamiliären Konflikten um die Mediennutzung. Die meisten Familien mit Kindern und Jugendlichen kennen Streitigkeiten um „Bildschirmzeiten“. Auf der anderen Seite schätzen viele Familien aber auch die neuen, erweiterten Möglichkeiten der Kommunikation sowie des Austauschs zwischen weit auseinanderlebenden Familienmitgliedern und empfinden die hohe Erreichbarkeit der Familienmitglieder als Sicherheit.

 

Das Arbeitsleben, das die Lebenssituation der mittleren Familiengeneration besonders stark prägt, unterliegt seit vielen Jahren einem Wandel, der maßgeblich durch die Digitalisierung geprägt ist. Die Diskussion um die Industrie 4.0 lässt weitere einschneidende Umstrukturierungen der Arbeitswelt erwarten. Das Familienleben kann dabei sowohl durch Tendenzen der Arbeitsverdichtung als auch durch neue Freiräume der Arbeitsgestaltung mit flexibleren Arbeitszeiten und Heimarbeitsmöglichkeiten beeinflusst werden.

 

Nicht nur die Beziehung zwischen Eltern und jungen Kindern / Jugendlichen wird durch die Digitalisierung beeinflusst, sondern auch zwischen erwachsenen Kindern und ihren zunehmend auf Unterstützung und Pflege angewiesenen alten Eltern sowie zwischen Großeltern und Enkeln. Gleichzeitig stellen die Digitalisierung der Pflege und die Verbreitung von technischen Unterstützungs- und Überwachungsmöglichkeiten für ältere Mitglieder, die Familien vor neue ethische Fragen.


Angesichts der rasanten Entwicklungen der Digitalisierung aller Lebensbereiche haben wir bewusst die Form eines Diskussionspapiers gewählt, das sowohl Positionen als auch offene Fragen formuliert und damit eine Momentaufnahme im Diskussionsprozess inner- und außerhalb der AGF darstellt.