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Banner: 7% für Kinder.

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Reduzierter Mehrwertsteuersatz auf Produkte für Kinder

Postkarte zum reduzierten Mwst.-Satz

Kampagne "7% für Kinder"

Vor allem seit 2010 wird der reduzierte Mehrwertsteuersatz in der allgemeinen Diskussion verstärkt thematisiert. In diesem Zusammenhang wird in der Fachöffentlichkeit mit zunehmender Häufigkeit gefordert, den reduzierten Satz ganz abzuschaffen bzw. nur noch sehr wenige Ausnahmen vom Regelsteuersatz zuzulassen.

 

Diese Entwicklung weist aus Sicht der Familienorganisationen gesellschaftlich in die falsche Richtung. Der Trend, die Einkommenssteuern zu senken und gleichzeitig die indirekten Steuern anzuheben, trifft insbesondere Familien und Haushalte mit wenig Einkommen. Deren Ausgabeanteil an Waren des täglichen Bedarfs ist in Relation zum Einkommen überdurchschnittlich hoch, sodass sie durch hohe Verbrauchsteuern (zu denen die Mehrwertsteuer zählt) überproportional benachteiligt werden. Umgekehrt profitieren sie jedoch nicht von einer reduzierten Einkommenssteuer. Dies bedeutet eine starke finanzielle Belastung für Familien, die stattdessen unterstützt werden sollten, denn sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung unserer Gesellschaft.

 

Deshalb tritt die AGF dafür ein, auf Produkte und Dienstleistungen für Kinder den reduzierten Mehrwertsteuersatz anzuwenden, d.h. auf 7 Prozent zu senken. Auch unter der Voraussetzung, dass wesentliche Entscheidungen zum Mehrwertsteuersystem im europäischen Rahmen getroffen werden, gibt es für Deutschland noch genügend nationale Gestaltungsspielräume. Deutschland könnte umsetzen, was die europäischen Regeln bereits an Reduzierungen erlauben, z.B. für Kinderautositze und Schulessen, und kann sich auf europäischer Ebene für eine Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Produkte und Dienstleistungen für Kinder einsetzen.

 

Der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Kinderprodukte bedeutet ein klares Ja! zu einer gesellschaftlichen Verantwortung für Kinder. Er ist Teil einer familienfreundlichen Politik, die das Leben mit Kindern unterstützt und Familien fördert.

 

Start der bundesweiten Kampagne "7% für Kinder"

Initiatoren 7% für Kinder

Bündnisparter 7% für Kinder

Die AGF und JAKO-O haben deshalb in Kooperation u.a. mit dem Deutschen Kinderhilfswerk die Kampagne „7% für Kinder“ ins Leben gerufen, die 1. für den reduzierten Mehrwertsteuersatz als solches eintritt und 2. dafür, diesen auch für Produkte und Dienstleistungen für Kinder anzuwenden. Die Kampagne wird getragen von einem Bündnis verschiedener Verbände, Organisationen und Einrichtungen aus Gesellschaft und Wirtschaft. Sie alle eint das Anliegen, mit der Initiative "7% für Kinder" klar Stellung zu beziehen - für mehr Kinderfreundlichkeit, für die finanzielle Entlastung der Familien und für die Anerkennung ihrer gesellschaftlichen Leistungen.

 

Auftakt der Kampagne "7% für Kinder" war am 17. Mai 2011. Vor dem Brandenburger Tor in Berlin haben Eltern, Kinder und Mitglieder des gleichnamigen Bündnisses eine große Sieben geformt, um ihrer Forderung nach einer reduzierten Mehrwertsteuer für Produkte und Dienstleistungen für Kinder Nachdruck zu verleihen. Gemeinsam mit Enie van de Meiklokjes, TV-Moderatorin und Botschafterin des Deutschen Kinderhilfswerks, haben die Initiatoren auf dem Pariser Platz ihre Botschaft an die Politik vorgebracht und Kampagnenmaterial verteilt. 

 

Im Rahmen der Kampagne "7% für Kinder" wurden vielfältige Aktivitäten durchgeführt, um den Druck auf die politischen Entscheidungsträger zu erhöhen. Plakatwerbung an Bussen und in zentralen UBahn-Stationen in Berlin-Mitte gehörten ebenso dazu wie eine Befragung aller Abgeordneten des Bundestages und eine Online-Unterschriftensammlung unter www.7fuerkinder.de. Auf einer vorläufigen Abschlussveranstaltung im Museum für Kommunikation wurden über 50.000 Unterschriften präsentiert. Die Internetpräsenz ist gemeinsam mit einem Auftritt bei Facebook die zentrale Kommunikations-plattform der Kampagne.