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Kinderarmut in Deutschland und Europa.
Wo stehen wir am Ende des Europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung?

Dokumentation der Veranstaltung der AGF und der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland am 30. November 2010, Europäisches Haus Berlin


Titelblatt der Einladung zur Veranstaltung.

Derzeit lebt in der EU fast jedes fünfte Kind an oder unterhalb der Armutsschwelle. Die Europäische Union hat das Jahr 2010 zum Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung ausgerufen. Es sollte das öffentliche Bewusstsein für die Situation der von Armut betroffenen Menschen schärfen und dem politischen Engagement der EU und der Mitgliedstaaten im Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung neuen Schwung verleihen. Dennoch ist die Bekämpfung von Armut von ungebrochener Aktualität.
In der Veranstaltung wurde diskutiert, welche Ergebnisse das Europäische Jahr tatsächlich gebracht, wie sich die Armutssituation der Kinder und Familien in Europa und in Deutschland verändert hat und welche Schritte weiterhin nötig sind für eine effektive Politik gegen Kinderarmut.

 

Kinderarmut – wichtig, aber nicht wichtig genug?

Matthias Petschke, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, betonte in seiner Eröffnungsrede die Wichtigkeit des Themas Kinderarmut. Die Kooperationsveranstaltung mit der AGF sei eine gute Gelegenheit, gemeinsam Flagge zu zeigen. ...

Für die AGF begrüßte Edith Schwab als Vorsitzende die Teilnehmer/innen. Sie wies darauf hin, dass Kinderarmut sowohl individuell als auch gesellschaftlich schwerwiegende Folgen hat und gerade in wohlhabenden Gesellschaften häufig zu Stigmatisierungen führe. ...

Die Moderatorin der Veranstaltung, Maria von Welser, Journalistin und stellvertretende Vorsitzende von UNICEF Deutschland, schilderte, wie sie in Hamburg zum ersten Mal Kinderarmut erlebte. ...

Pluszeichen.  Mehr zu den drei Eröffnungsstatements ...

Foto von Matthias Petschke. Foto von Edith Schwab. Foto von Maria von Welser.

Europäische Perspektiven: Impuls durch Barbara Steffner, Leiterin der politischen Abteilung der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland

Foto von Barbara Steffner. In ihrem Impulsreferat sprach Barbara Steffner für die Europäische Kommission. Es sei politisch inakzeptabel, dass in Europa so viele Menschen und insbesondere Kinder von Armut betroffen sind. ...

Pluszeichen.  Mehr zum Impuls durch Barbara Steffner ...

Bestandsaufnahme Deutschland: Impuls durch Dr. Markus Grabka, DIW Berlin

Foto von Markus Grabka.

Dr. Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung legte die Armutsentwicklung in Deutschland offen. Anhand der Daten aus dem Sozio-Ökonomischen Panel (SOEP), die in Deutschland seit 1984 erhoben werden, machte er deutlich, dass auch in Deutschland die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht. ...

Pluszeichen.  Mehr zum Impuls durch Markus Grabka ...

Fehlt der politische Wille? Podium mit Edith Schwab, Thomas Mann und Dr. Jens Regg

Die unzureichenden staatlichen Reaktionen auf die Kinderarmut waren auch Gegenstand der nachfolgenden Podiumsdiskussion.

Foto des Podiums.

Auf dem Podium saßen Edith Schwab, Vorsitzende der AGF, Thomas Mann, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten im Europäischen Parlament sowie Dr. Jens Regg, Geschäftsführer Grundsicherung in der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit. Moderiert wurde die Diskussion von Maria von Welser, Journalistin und stellvertretende Vorsitzende von UNICEF Deutschland. ...

Pluszeichen.  Mehr zum Abschlusspodium ...

Die Podiumsteilnehmer nannten als wichtigste Ansatzpunkte für eine zielführende und effektive Politik der Armutsbekämpfung:

  • die Stärkung der elterlichen Verantwortung für das Wohl der Kinder und die gemeinsame Anstrengung zusammen mit den Schulen, um die Kinder zu befähigen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen
  • Hinhören, Zuhören und mit den Kindern und Jugendlichen ins Gespräch kommen
  • Eine Bildung, die jedes Kind bestmöglich fördert
  • Eine Politik, die Weichen stellt statt Einzelprojekte zu fördern, sowie ein gesellschaftliches Klima der Empathie.